DAA NNA

Die Zweigstelle Nordost-Niedersachsen/Altmark

Eine Zweigstelle - Drei Bundesländer - Fünfzehn Standorte

Wie alles begann….

Die DAA von 1973 bis heute 

Ein Holzschreibtisch, ein Stuhl, eine Halbtageskraft fürs Büro an der Veerßer Straße 20 und eine Starthilfe von der Hannoveraner Zentrale in Höhe von 500 Mark: Die Anfänge der Uelzener DAA erinnern ein bisschen an die Bescheidenheit jener Garage, in der etwa zur gleichen Zeit der heutige Weltkonzern Apple sein Wirken begann.

Aber auch die DAA hat am Standort Uelzen seit seinen Gründungstagen im Herbst 1973 eine Erfolgsgeschichte sondergleichen geschrieben. Aus dem kleinen Büro mit Halbtagskraft wurde innerhalb der nächsten Jahrzehnte die Zentrale einer 15 Standorte umfassenden Zweigstelle, die heute 249 (hauptamtliche) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Uelzen, Lüneburg, Celle, Soltau, Lüchow, Verden, Syke, Hoya, Rotenburg, Visselhövede, Perleberg, Wittstock, Havelberg, Osterburg und Stendal beschäftigt.

Als die DAA in Uelzen begann, war die Bildungslandschaft der Bundesrepublik gerade im Umbruch. Weiterbildung und berufliche Qualifizierung wurden zu Schlagworten des Jahrzehnts und immer mehr Bildungsträger sollten sich in der Folge in diesem Bereich um Menschen verdient machen.

Die DAA war damals eine der Pioniere – allerdings hieß sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht DAA, sondern war das „Bildungswerk der DAG e.V.“, das 1946 als gewerkschaftliche Organisation gegründet wurde und ab 1952 als eingetragener Verein seinen Geschäften zur Qualifizierung von Angestellten nachging. Im Jahr 2001 gründete sich die Deutsche Angestellten-Akademie als GmbH.

In Uelzen ging man nun ab dem 1. September 1973 frisch ans Werk. Beim ersten Unterricht – damals noch in den Räumen der Berufsbildenden Schulen I in Uelzen – ging es um kaufmännische Fortbildungen, auch gewerblich-technische Maßnahmen fanden hier in Räumen von Hauswirtschaft und Metallbearbeitung ihren Ursprung.

Im Eiltempo nahm der Standort Uelzen unter seinem Regionalleiter  Peter Behnke seine ersten Etappenziele: Schon 1973 wurde auch die Nebenstelle Celle eröffnet, 1976 der Nebenstelle Rotenburg, es kamen Übungsfirmen in Uelzen (1977), in Celle (1979), in Lüneburg (1980) dazu, jedes Jahr brachte Neuerungen an Kursen und mehr Personal – wie beispielsweise „das Fräulein Börs“, wie die hauseigene Chronik schreibt, eingestellt  zum 1. Juni 1976.  Heute ist eben jenes „Fräulein Börs“ als Zweigstellenleiterin Margrit Ruschenbusch Herrin der DAA-Geschäfte im gesamten Bereich von Nordostniedersachsen und der Altmark.

A propos „Altmark“: Im Wendejahr 1989 legte man von Uelzen aus den Grundstein, die berufliche Bildung alsbald auch in den neuen Bundesländern bekannt und populär zu machen. Es gab Treffen mit einer Delegation des Neuen Forums Salzwedel, im Jahr 1990 wurde schließlich die Nebenstelle Salzwedel gegründet – und sorgte wenig später mit einer Ausbildung zum „Telematikintegrator“, eine bis dato einmalige Qualifizierung in Sachsen-Anhalt, für Aufsehen. Im gleichen Jahr kam eine Nebenstelle samt Übungsfirma in Stendal dazu – der Weiterbildungs-Aufbau Ost wurde dabei zur vordringlichen Aufgabe, die langfristig wesentlichen Anteil daran hatte, die Arbeitsplätze in einer zunehmend hart umkämpften Branche zu sichern.

Die Vielfalt an angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen vergrößerte sich unaufhaltsam: Es gab kaufmännische Umschulungen, EDV-Kurse, in Übungsfirmen – der Bau- und Heimwerkermarkt Rotenburg gehörte genauso dazu wie der Verdener Tier- und Sportbedarf oder der Autohandel Altmark – und eine Reihe anderer Institutionen, wurde für handwerkliche oder technisch-gewerbliche Berufe ausgebildet, die Bereiche Hotel und Gastronomie kamen seit 1987 an immer mehr Standorten dazu.

So hoch der Aufstieg war, so schwierig war es zu Beginn der 2000er, dieses Niveau zu halten. Die bundesweite Arbeitsmarktpolitik wurde radikal umgebaut, Maßnahmen wurden in geringerem Umfang ausgeschrieben, der Preisdruck immer größer. Die DAA befand sich in einer bundesweiten Krise – doch ging letztlich gestärkt aus ihr hervor. Die mutige Strategie: Auf Qualität zu setzen. Das Geschäftsfeld „Jugend“ wurde verstärkt in den Blick genommen, seit 2011 sorgt sich zudem die Berufsfachschule Altenpflege, eine staatlich anerkannte Ersatzschule, darum, dringend benötigen Nachwuchs für die Pflegebranche auszubilden.

Ein Qualitätsmanagement wurde installiert und sicherte die für Ausschreibungsverfahren notwendige Trägerzertifizierung, die Mitarbeiterfortbildung wurde ausgebaut und bundesweite Netzwerke, von denen gleich zwei („Kaufmännische Weiterbildung“ und „Jugend“) von Uelzen aus koordiniert wurden sorgten dafür, Kräfte und Kompetenzen effektiv zu bündeln. Ein straffes Refinanzierungskonzept tat sein übriges, so dass sich wenig später sichtbare Erfolge zeigten.

Der Weg war der richtige, um die anstehenden Herausforderung eines umbrechenden (Weiterbildungs-)Marktes erfolgreich zu begegnen. Und die Rahmenbedingungen taten ihr übriges: Seit 2016 kamen mit der Gruppe der Flüchtlinge, für die eine Reihe neuer Bildungsmaßnahmen und Teilnehmer dazu.

Heute ist die Mitarbeiterzahl der Zweigstelle Nordostniedersachsen/Altmark auf einem Höchststand – und der Arbeitsumfang erheblich: Aktuell (Stand: Ende 2016) laufen 283 Lehrgänge, weitere 55 Maßnahmen sind in Planung. 888 Auszubildende streben ihren Abschluss in 101 Berufen an, insgesamt qualifiziert die DAA in ihrer Zweigstelle Nordostniedersachen/Altmark knapp 2200 Teilnehmer. Und auf diesem Weg geht`s auch weiter. In der Zielvereinbarung von 2017 hat sich die DAA ein wichtiges Goethe-Wort zur Maxime gemacht: „Erfolgreich zu sein, setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und der brennende Wunsch, die zu erreichen.“

Und daran lässt Margrit Ruschenbusch keinen Zweifel: „Unsere Wünsche brennen!“, ist sie überzeugt.

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